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Urspr├╝ngliche Artikel aus Wikipedia (2005-01-28)

Moselromanische Sprache

Am Ende des R├Âmischen Reiches bildete die Provinz Belgica I (das gesamte Gebiet um Mosel und Saar) einen romanischen Sprachraum. Dieser wurde von keltischen St├Ąmmen bewohnt. Zur gleichen Zeit hatten sich hier viele Laeten (germanische S├Âldner in r├Âmischen Dienst) angesiedelt. Nach dem Zerfall des R├Âmischen Reiches wanderten die Franken in dieses Gebiet. Trotz dieser Sprach├╝berlagerung ├╝berlebten einige romanische Sprachinseln bis ins 11. Jahrhundert.

Geschichtlicher Hintergrund

Ausgangssituation

Die Galloromania umfasste vor Ausbruch der V├Âlkerwanderung beinahe ganz Frankreich, das wallonische Belgien, das Gro├čherzogtum Luxemburg und die Regierungsbezirke Trier und Koblenz. Stark germanisch durchsetzt war schon im Altertum die am linken Rheinufer sich erstreckende r├Âmische Provinz Germania Inferior, umfassend die heutigen Niederlande und das Rheinland s├╝dw├Ąrts bis zur Ahr, bedeutend schw├Ącher die Germania Superior von Koblenz s├╝dw├Ąrts bis Basel.

Bildung der romanischen Sprachinsel

Zun├Ąchst zogen die Angeln und Sachsen aus dem heutigen Norddeutschland (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Westfalen) und der heutigen westlichen Niederlande an der Nordseek├╝ste ├╝ber Ostfriesland, die Niederlande und Flandern zur Kanalk├╝ste zwischen Calais und Boulogne und setzten dort nach Britannien ├╝ber. Die in Holland, Brabant und Flandern ans├Ąssigen Franken m├╝ssen infolge dieses Durchzuges ihrerseits aus ihrer angestammten Heimat nach S├╝den abgedr├Ąngt worden sein. Sie zogen die Ourthe und Sauer abw├Ąrts zwischen Saar und Mosel bis etwa Metz die Obermosel aufw├Ąrts und spalteten so das alte galloromanische Gebiet zwischen Trier und Arlon etwa in einer Breite von 60 Kilometern. So blieb im Westen der gr├Â├čte Teil der Galloromania (Frankreich) und im Osten (zwischen Trier und Koblenz) eine kleine galloromanische Sprachinsel, innerhalb derer sich aus dem Vulg├Ąrlatein das Moselromanische entwickelte.

Untersuchungen haben ergeben, dass die fr├Ąnkischen Bauern, deren Wirtschaft auf Viehzucht und Getreideanbau begr├╝ndet war, das Bitburger Land, das Luxemburger Gutland und das Land an der mittleren Saar dem f├╝r seine Zwecke weniger geeigneten unteren Saartal und dem Moseltal vorzogen.