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Ursprüngliche Artikel aus Wikipedia (2005-03-04)

Texasdeutsch

Texasdeutsch ist ein Dialekt der deutschen Sprache, gesprochen von Nachkommen von Deutschamerikanern, die die Stadt Fredericksburg, Texas 1846 gegründet haben. Deutsche Einwanderer kamen über eine Zeitspanne von 2 Jahren. Die Einwohnerzahl stieg schnell auf 1.000. Die Einwanderer isolierten sich von anderen Texanern durch die Weigerung Englisch zu lernen. Diese Periode der Isolation kam zu einem Ende, als die Gillespie County Fair im Jahr 1889 nach Fredericksburg umzog. Die Gemeinde begann nach 1900, Englischlehrer in öffentlichen Schulen einzustellen, und die Verbreitung des Dialekts begann zu schrumpfen.

Heute ist der Dialekt beinahe ausgestorben und wird nur noch von einigen älteren Menschen gesprochen.

Es muss dazu gesagt werden, dass das "Texas-Deutsch" keinen eigenen Dialekt innerhalb der deutschen Sprache darstellt, sondern vielmehr eine Mischung aus Deutsch und Englisch ist. Die besprechende Gemeinde verschmolz ihre ursprüngliche Sprache, eben Deutsch, aus alltäglich, praktischen wie politischen Gründen mit dem Englischen. Dies passierte zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Die meisten Einwohner behielten neben dem neuen Englischen aber ihre "Heimatsprache" bei. Doch es kam immer mehr dazu, dass man im Alltag dazu überging, englisch zu sprechen, da es eine Notwendigkeit darstellte. Texasdeutsch wurde immer mehr in den Hintergrund gedrängt, und starb so langsam aus. Da aber versucht wurde, diesen Dialekt zu erhalten, wird in den Familien oftmals noch Texasdeutsch gesprochen.

Aber von Generation zu Generation ist dieses Wissen um den deutschen Wortschatz geschrumpft.

Daraus resultiert, dass ein "Texasdeutsch" sprechender Amerikaner eher klingt wie ein Amerikaner, der einen, wenn auch nicht immer, extrem kleinen Wortschatz Deutsch beherrscht, weil er es eben mal gelernt bzw. er-/gelebt hat. Beispielsweise erging es vielen GIs in Deutschland während und nach dem Zweiten Weltkrieg so.

Kein Vergleich kann zwischen Texasdeutsch und Pennsylvania-Deutsch gezogen werden, weil es sich bei letzterem um eine am Leben gehaltene Sprachkultur handelt, die wohl regional und gemeinschaftsbezogen, jedoch kontinuierlich gelebt und gesprochen wird, was sie in diesem Fall zu einer eigenen Sprache macht. Aufgrund ihrer Entwicklung ähnelt Pennsylvania-Deutsch eher dem Afrikaans der Buren in Südwest- und Südafrika. Diese gilt seit über 80 Jahren als eigene Sprache und nicht mehr als Dialekt.

Verglichen werden kann die Stellung des Texasdeutsch eher mit einem Deutschen, der vor vielen Jahren nach Texas ausgewandert ist, immer englisch spricht und dem dann irgendwann nicht mehr alle Wörter einfallen.

Ein Amish z.B. ist, wenn er denn Pennsylvania-Deutsch spricht, sehr wohl in der Lage, hochdeutsch zu schreiben und zu lesen, sprechen etc., da z.B. der Gottesdienst in Hochdeutsch abgehalten wird.

Texasdeutsch folgt keiner festgelegten Orthographie, sondern bildet von sozialen Kontakten abhängig komplett eigene Strukturen und Regeln, wer etwas kann und weiß verwendet eben diese Wörter und wer nicht, ersetzt, bzw. belässt diese im Englischen.

Es geht vielmehr darum, deutsch oder das Deutsche zu bewahren und seiner Wurzeln zu gedenken.